Das Wichtigste in Kürze
✓ Scham ist ein zentrales Thema in der Suchtbehandlung – sie entsteht oft durch das Gefühl, in der Konsumkontrolle versagt zu haben, und wird durch Vergleiche im sozialen Umfeld verstärkt.
✓ Stigmatisierung wirkt doppelt: Sie kommt von außen und wird verinnerlicht – das führt zu Scham, Rückzug und erschwert den Zugang zu Hilfe.
✓ Authentischer Stolz hilft bei der Heilung – wer sich seiner Sucht stellt, Kontrolle zurückgewinnt und Gefühle nüchtern aushält, vollbringt enorme persönliche Leistungen.
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Der Scham entgegentreten in der Sucht-Heilung
Die Schamgefühl ist häufig ein zentrales Thema in der Suchtbehandlung. Diese Scham ist nicht nur während der aktiven Phase der Sucht präsent, sondern bleibt oft auch in der Abstinenz bestehen. Scham entsteht unter anderem aus dem Eindruck in der Konsumkontrolle versagt zu haben. Dies wird vom Umfeld häufig verstärkt, da dieses ihre eigene Konsumkontrolle mit der des Suchterkrankten vergleicht. Frei nach dem Motto „Wenn ich das schaffe, dann musst du das auch schaffen!“. Dieser Scham gilt es bei dem Antritt einer Behandlung entgegenzutreten und ist an sich schon eine große Leistung!
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Welche Rolle spielt die Stigmatisierung beim Überwinden der Sucht?
Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen sind oft schwerer Stigmatisierung ausgesetzt. Diese nährt sich von Vorurteilen gegenüber konsumierenden Menschen (z.B. Wer illegalisierte Substanzen konsumiert, ist sicher auch nicht vertrauenswürdig!) Dies führt häufig zu Diskriminierung und Ausgrenzung. Außerdem kann die Stigmatisierung von außen auch die Selbststigmatisierung zur Folge haben und führt zu einem erheblichen Minderwertigkeitsgefühl bei Betroffenen. Solche negativen Erfahrungen können den Konsum nicht nur verstärken, sondern erschwert für viele den Weg sich Unterstützung zu suchen.
Entwicklung von authentischem Stolz
Um dem Scham und der Stigmatisierung etwas entgegenzusetzen, spielt die Entwicklung von authentischem Stolz eine zentrale Rolle. Menschen mit einer Substanzgebrauchsstörung leisten auf ihrem Weg zur Genesung so unglaublich viel. Sich der Scham und Stigmatisierung zu stellen und eine Behandlung anzutreten, eine Abstinenz oder Konsumkontrolle aufrechterhalten, schwierige Gefühle nüchtern zu begegnen – das alles sind Leistungen auf die man unfassbar stolz sein darf!
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