Angehörigenberatung

Du machst dir Sorgen um einen Menschen, der Alkohol, Cannabis, Kokain oder andere Substanzen konsumiert? Gemeinsam klären wir, wie du unterstützen kannst, wo Grenzen wichtig sind und wie du wieder mehr Stabilität für dich findest.

Woran du merkst, dass Unterstützung sinnvoll sein könnte

Du kreist ständig um den Konsum der anderen Person
Vielleicht beobachtest du, kontrollierst, wartest auf Anzeichen oder versuchst einzuschätzen, ob wieder konsumiert wurde. Wenn sich dein Alltag immer stärker um den Konsum eines anderen Menschen dreht, kann Unterstützung helfen, wieder mehr Klarheit und Abstand zu gewinnen.

Du weißt nicht mehr, ob du helfen oder Grenzen setzen sollst
Angehörige geraten oft in einen inneren Konflikt: unterstützen, ansprechen, schweigen, kontrollieren, loslassen? In der Beratung sortieren wir, was in deiner Situation hilfreich sein kann und wo deine Verantwortung endet.

Du fühlst dich erschöpft, wütend oder hilflos
Sorge um einen konsumierenden Menschen kann sehr belastend sein. Neben Angst und Mitgefühl entstehen oft auch Wut, Enttäuschung, Schuldgefühle oder Erschöpfung. All das darf Raum haben, ohne dass du dich dafür rechtfertigen musst.

Die Beziehung leidet unter Heimlichkeit, Streit oder Misstrauen
Wenn Konsum zum Dauerthema wird, verändert sich oft die Beziehung: Gespräche kreisen um Kontrolle, Versprechen, Rückfälle oder Enttäuschungen. In der Beratung geht es darum, wieder klarer zu kommunizieren und dich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren.


Worum es in der Beratung gehen kann

Die eigene Rolle klären
Angehörige übernehmen oft mehr Verantwortung, als ihnen guttut. Wir schauen gemeinsam, was du beeinflussen kannst, was nicht in deiner Hand liegt und wie du aus belastenden Dynamiken aussteigen kannst.

Grenzen setzen, ohne kalt zu werden
Abgrenzung bedeutet nicht, dass dir die andere Person egal ist. Es geht darum, Unterstützung möglich zu machen, ohne dich selbst zu überfordern oder dauerhaft gegen deine eigenen Grenzen zu handeln.

Wieder handlungsfähig werden
Wenn Sorge und Hilflosigkeit überhandnehmen, wird oft alles enger. Ziel der Beratung ist, wieder mehr Orientierung zu entwickeln: Was ist der nächste sinnvolle Schritt? Was brauchst du? Was hilft wirklich und was hält die Dynamik eher aufrecht?

Eigene Zielperspektive entwickeln
Angehörige richten häufig ihren Blick fast vollständig auf den Konsum der anderen Person. In der Beratung schauen wir, was du brauchst, welche Grenzen wichtig sind und wie dein Leben wieder mehr Raum bekommen kann, auch wenn sich die andere Person nicht sofort verändert.




FAQ

Kann ich auch kommen, wenn die betroffene Person keine Hilfe möchte?

Ja. Angehörigenberatung kann gerade dann sinnvoll sein. Wir schauen nicht darauf, wie du die andere Person „rettest“, sondern wie du selbst klarer, stabiler und handlungsfähiger bleiben kannst.

Muss die betroffene Person beim Gespräch dabei sein?

Nein. Die Beratung kann nur mit dir stattfinden. Oft ist es sogar hilfreich, erst einmal unabhängig zu sortieren, was du brauchst, welche Grenzen wichtig sind und welche nächsten Schritte realistisch sind.

Geht es in der Angehörigenberatung darum, die andere Person zur Abstinenz zu bringen?

Nein. Im Mittelpunkt steht nicht, ein Ziel für die andere Person festzulegen. Es geht darum, deine Situation zu verstehen, deine Handlungsmöglichkeiten zu klären und einen Umgang zu finden, der dich nicht dauerhaft überfordert.

Erfährt die betroffene Person von der Beratung?

Nein, nicht durch mich. Die Beratung ist vertraulich. Du entscheidest selbst, ob und wie du mit der anderen Person darüber sprechen möchtest.
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