Kokainberatung

Wenn Kokain mehr Raum einnimmt, als dir guttut, lohnt sich ein genauer Blick auf die Muster dahinter: Leistungsdruck, Craving, Heimlichkeit, Scham, Feiern, Stress oder das Gefühl, funktionieren zu müssen. Gemeinsam schauen wir, wie du wieder deinen Weg in die Balance findest.

Woran du merkst, dass Unterstützung sinnvoll sein könnte

Kokain übernimmt immer häufiger eine Funktion
Vielleicht konsumierst du nicht mehr nur selten beim Feiern, sondern auch, um durchzuhalten, selbstsicherer zu sein, abzuschalten oder kurz weniger Druck zu spüren. Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Kokain zunehmend zur Lösung für Stress, Erschöpfung oder innere Unruhe wird.

Du gibst dem Craving öfter nach, als du möchtest
Du nimmst dir vor, nicht zu konsumieren oder Grenzen einzuhalten und merkst dann, dass der Suchtdruck stärker wird. In der Beratung schauen wir, welche Situationen Craving auslösen und wie du wieder mehr Handlungsspielraum gewinnen kannst.

Konsum ist mit Scham und Heimlichkeit verbunden
Kokainkonsum bleibt oft lange unsichtbar, besonders wenn nach außen vieles weiter funktioniert. Wenn Verstecken, Lügen, Schuldgefühle oder Angst vor Entdeckung zunehmen, kann das sehr belastend werden.

Alkohol und Kokain gehören immer häufiger zusammen
Viele konsumieren Kokain mit Alkohol, um sich länger wach oder weniger betrunken zu fühlen. Gleichzeitig kann die Kombination Konsumgrenzen verschieben: Alkohol senkt Hemmungen, Craving wird leichter nachgegeben und es wird oft länger weiterkonsumiert als geplant.


Worum es in der Beratung gehen kann

Die Funktion des Konsums verstehen
Kokain erfüllt oft eine bestimmte Funktion: mehr Energie, mehr Selbstsicherheit, weniger Erschöpfung, mehr Kontakt oder schnelleres Abschalten. In der Beratung schauen wir darauf, was Kokain für dich möglich macht und welche anderen Wege es dafür geben kann.

Abstand zum Craving entwickeln
Suchtdruck kann sich sehr zwingend anfühlen. Ziel ist nicht, Craving einfach „wegzudrücken“, sondern früher zu erkennen, anders damit umzugehen und wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen – auch in Momenten, in denen der Impuls stark ist.

Ehrlichkeit und Selbstvertrauen zurückgewinnen
Wenn Konsum mit Heimlichkeit, Scham oder Doppelleben verbunden ist, geht oft Vertrauen verloren – in andere, aber auch in sich selbst. In der Beratung geht es darum, wieder klarer hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig nicht in Selbstabwertung stecken zu bleiben.

Ein Leben in Balance aufbauen
Konsumveränderung bedeutet nicht nur, Kokain zu reduzieren oder wegzulassen. Entscheidend ist auch, was an die Stelle treten soll: echte Erholung, mehr Ruhe, verlässlichere Beziehungen, ein stabilerer Alltag oder ein Selbstwert, der weniger an Leistung gebunden ist.




FAQ

Brauche ich überhaupt Unterstützung, wenn mein Job noch funktioniert?

Viele Menschen mit Kokainkonsum halten Arbeit, Alltag und äußere Verpflichtungen lange aufrecht. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass es dir innerlich gut geht oder dass der Konsum unproblematisch ist. Wenn du merkst, dass Druck, Heimlichkeit, Craving, Scham oder Erschöpfung zunehmen, ist das ein guter Grund, dir Unterstützung zu holen – nicht erst, wenn nach außen alles zusammenbricht.

Was hilft gegen Kokain-Craving, wenn es sich übermächtig anfühlt?

Ich arbeite hier auf zwei Ebenen. Zuerst bauen wir mit Skills-Training und Elementen aus der DBT-S konkrete Strategien für akute Situationen auf – damit du Suchtdruck überstehen kannst, ohne erst alles vollständig verstehen zu müssen. Danach schauen wir genauer, wann, wo und wodurch Craving entsteht, um langfristig Auslöser zu verändern und mehr Handlungsspielraum aufzubauen.

Muss ich abstinent werden wollen, um zu dir zu kommen?

Nein. Ich arbeite zieloffen. Das Ziel kann Abstinenz sein, muss es aber nicht von Anfang an. Manchmal geht es zunächst darum, Konsummuster besser zu verstehen, Pausen zu schaffen, Mischkonsum zu reduzieren oder wieder mehr Kontrolle und Abstand zu gewinnen.

Was ist, wenn ich Kokain nur in bestimmten Situationen konsumiere?

Das ist häufig. Viele Menschen konsumieren Kokain nicht dauerhaft, sondern gezielt in bestimmten Situationen – zum Beispiel beim Feiern, beim Sex, beim Arbeiten oder wenn sie schnell abschalten oder funktionieren möchten. Entscheidend ist nicht nur, wie oft du konsumierst, sondern ob dich der Konsum belastet, ob du Grenzen schlechter einhalten kannst oder ob bestimmte Situationen immer stärker mit Kokain verbunden sind. Wenn du merkst, dass dich dieses Muster beschäftigt, begleite ich dich gerne dabei, es besser zu verstehen und zu verändern.

Ist die Kokainberatung eine Psychotherapie?

Mein Angebot ist eine private suchttherapeutische Begleitung und Beratung. Es ersetzt keine ambulante Psychotherapie bei einer approbierten Psychotherapeutin oder einem approbierten Psychotherapeuten und keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Wenn bei dir eine akute Krise, Suizidgedanken, schwere psychische Symptome oder ein medizinisch riskanter Entzug bestehen, ist eine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Versorgung wichtig.

Erfährt meine Krankenkasse von der Kokainberatung?

Nein. Da es sich um ein privates Selbstzahlerangebot handelt, wird deine Krankenkasse nicht informiert. Das kostenlose Vorgespräch kann auf Wunsch anonym stattfinden. Erst wenn du dich für eine weitere Zusammenarbeit entscheidest, brauche ich für Vertrag und Rechnung deinen Namen und deine Rechnungsadresse. Deine Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

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