Methoden & Haltung

In meiner Arbeit verbinde ich suchttherapeutische Fachlichkeit mit einer akzeptanzbasierten und zieloffenen Haltung. Wir schauen gemeinsam, welche Funktion dein Konsum erfüllt, was dich belastet und welche Veränderung für dich sinnvoll ist – ob es dabei um Abstinenz, Reduktion, Stabilisierung oder zunächst um Orientierung geht. Die nächsten Schritte entwickeln wir so, dass sie zu deiner Lebensrealität passen und fachlich gut begleitet werden.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Gedanken, Gefühle, Körperreaktionen und Verhalten miteinander zusammenhängen. In der Suchttherapie hilft dieser Ansatz dabei, Konsummuster besser zu verstehen, Auslöser zu erkennen und neue Handlungsmöglichkeiten aufzubauen.

Ich bin verhaltenstherapeutische Suchttherapeutin und habe dafür eine dreijährige suchttherapeutische Ausbildung absolviert. In der Beratung kann es deshalb sowohl um das Verstehen innerer Muster als auch um ganz konkrete Strategien für den Alltag gehen.

Hypnotherapie nach Milton Erickson

Hypnotherapie nach Milton Erickson hat wenig mit dem zu tun, was viele aus Showhypnose kennen. Es geht nicht darum, in eine tiefe Trance versetzt zu werden oder Kontrolle abzugeben. Vielmehr wirst du durch Sprache, innere Bilder und gezielte Aufmerksamkeit dabei begleitet, eigene Ressourcen, Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten besser zugänglich zu machen.

In der suchttherapeutischen Arbeit kann Hypnotherapie helfen, festgefahrene Muster anders wahrzunehmen, innere Ambivalenzen zu sortieren oder neue Wege im Umgang mit Anspannung, Suchtdruck und belastenden Situationen zu entwickeln. Ich befinde mich aktuell im Curriculum für Klinische Hypnotherapie nach Milton Erickson im Milton Erickson Institut Frankfurt-Giessen.

DBT-S und Skillstraining

DBT-S steht für dialektisch-behaviorale Therapie bei Substanzkonsum und verbindet verhaltenstherapeutische Arbeit mit konkretem Skillstraining. Besonders hilfreich ist dieser Ansatz, wenn Konsum stark mit Anspannung, impulsiven Entscheidungen oder intensiven Gefühlen verbunden ist.

Im Mittelpunkt stehen praktische Fertigkeiten: zum Beispiel zur Emotionsregulation, zum Umgang mit Suchtdruck, zur Krisenbewältigung oder zur besseren Wahrnehmung eigener Grenzen.

Selbstwertarbeit

Viele Menschen mit belastendem Konsum kennen Selbstvorwürfe, Scham oder das Gefühl, nicht „diszipliniert genug“ zu sein. In der Selbstwertarbeit geht es darum, diese inneren Bewertungen genauer anzuschauen und einen freundlicheren, realistischeren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.

Als Selbstwerttrainerin beziehe ich diesen Blick in die Beratung mit ein – besonders dann, wenn Konsum eng mit Schuldgefühlen, Leistungsdruck, Beziehungserfahrungen oder dem eigenen Selbstbild verbunden ist.

Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, wahrzunehmen, was gerade geschieht – ohne sofort automatisch reagieren zu müssen. In der Suchttherapie kann das helfen, Suchtdruck, Gefühle, Körperempfindungen oder Gedanken früher zu bemerken.

Als Achtsamkeitstrainerin nutze ich achtsamkeitsbasierte Elemente vor allem alltagsnah: nicht als Pflichtübung, sondern als Möglichkeit, mehr Abstand zu automatisierten Mustern zu gewinnen und bewusster zu entscheiden.



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